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    In einem ausführlichen Gespräch erklärt unser D-air® System R&D Manager die Merkmale und innovativen Eigenschaften des fortschrittlichsten Schutzsystems für Motorradfahrer auf der Straße

    Von DemoneRosso | 01 April 2025 | 1 min

    Mehr als 30 Jahre Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Schutz für Motorradfahrer haben zu der Airbagweste Dainese Smart Air geführt. Es handelt sich um ein vielseitiges, unabhängiges Kleidungsstück, das sich über oder unter jeder Jacke tragen lässt (beim Tragen unter der Jacke darf die Oberbekleidung das Aufblasen und die Ausdehnung von Smart Air nicht einschränken). Dank seiner Leichtigkeit, seiner Einfachheit und seines geringen Gewichts ist das Modell für das ganze Jahr geeignet und bei allen Temperaturen angenehm zu tragen. Aber wie funktioniert der Airbag Dainese Smart Air und warum handelt es sich um ein so innovatives Produkt? 

    Der Motorrad-Airbag Smart Air bietet die neueste Version des Dainese D-air® Road Systems, eine Technologie, die viele Elemente mit der Technologie gemeinsam hat, die in die Anzüge der MotoGP™-Fahrer integriert ist. Das D-air®-Airbagsystem besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: Zum einen ist da das elektronische Steuergerät, das mit GPS-Detektor, Beschleunigungsmesser und Gyroskop ausgestattet ist. Es analysiert ununterbrochen die Bewegungen des Fahrers und erkennt dank eines ausgeklügelten Algorithmus Dynamiken, die zu einem Sturz oder Unfall führen können. Das zweite Element ist der Airbag, der Brust und Rücken bedeckt und mit einer patentierten Mikrofilament-Technologie ausgestattet ist, die ihm Stabilität und Formbeständigkeit verleiht. 

    Um die Besonderheiten des Motorrad-Airbags Dainese Smart Air besser zu verstehen, haben wir mit Franco Gatto, D-air® System R&D Manager bei Dainese, gesprochen. Zusammen mit dem R&D Team und den Technikern im Dainese Speed Demon Lab ist er für das Design und die Entwicklung der innovativen Schutzsysteme von Dainese verantwortlich.  

    Was unterscheidet die Weste Dainese Smart Air von früheren D-air® Kleidungsstücken und der Konkurrenz? 

    Die Smart Air unterscheidet sich von ihren Vorgängern durch die Einführung neuer Funktionsmerkmale. Erstens kann der Airbag bis zu drei Mal wiederverwendet werden, vorausgesetzt, er wurde nicht beschädigt; es genügt, den Gasgenerator auszutauschen, was der Nutzer der Smart Air selbständig durchführen kann. Dadurch wird die für die Wiederinstandsetzung benötigte Zeit drastisch verkürzt.  

    Zweitens kann die Smart Air über die D-Air® App verwaltet werden: Hier können Sie unter anderem den Ladezustand der Batterie und die Anzahl der noch verfügbaren Aktivierungen überprüfen und das Gerät aktualisieren, ohne es an einen PC anschließen zu müssen.   

    Als eigenständiges Kleidungsstück ist die Weste Smart Air das leichteste elektronische Airbagsystem der Welt. Und im Vergleich zu früheren Modellen für die Straße schützt sie sogar noch besser: Die Smart Air ist ein Rückenprotektor (Central Back, „mittlerer Teil des Rückens“, er bedeckt die Wirbelsäule, reicht aber nicht bis zu den Schulterblättern) und ein Brustprotektor (Divided Chest, „geteilt“, d. h. er ist seitlich des vorderen Reißverschlusses in zwei Teile geteilt) der Stufe 2 und schützt auch einen Teil des Unterbauchs.   

    Anders als die Produkte der Konkurrenz bietet die Smart Air erneut die mit der Smart Jacket eingeführte Lösung: Der Schutz entsteht allein durch die Verwendung von Luft, während andere Marken einen starren Rückenprotektor integrieren 

     

    Was ist das Besondere am Luftsack von Smart Air? 

    Der neue Luftsack, D-air® Shield Road 3X, besteht aus einem neuen Material, welches das Gewicht der Airbagweste weiter reduziert; das Kleidungsstück ist so leicht und bequem, dass man es kaum spürt. Darüber hinaus ist es mit dem neuen System für den selbstständigen Austausch des Gasgenerators ausgestattet. 

    Alle Airbags des D-air®-Systems verfügen über die patentierte Mikrofilament-Technologie, bei der eine Reihe von Filamenten die beiden Wände des Luftsacks miteinander verbinden. Diese kontrollieren die Dicke des aufgeblasenen Luftsacks über die gesamte Fläche sowie die beim Aufblasen angenommene Form und machen ihn formstabil – im Gegensatz zu den Airbags anderer Hersteller, die keine gleichmäßige Verteilung der Luft in ihrem Inneren gewährleisten und sich beim Zusammendrücken an einer bestimmten Stelle wie ein gewöhnlicher Luftballon in den verbleibenden Abdeckungsbereich ausdehnen, wodurch sich die Schutzwirkung verringert. 

      

    Welche Vorteile hat das Produkt gegenüber einem herkömmlichen Protektor? 

    Ein Vorteil der Motorrad-Airbag-Protektoren von Dainese ist ihre Ergonomie. Das Fehlen starrer Protektoren ermöglicht die Herstellung leichterer, weniger beeinträchtigender und zertifizierter Schutzkleidung, was die aktive Sicherheit unmittelbar erhöht. Ein bequemer Schutz, der die Bewegungen nicht einschränkt, wird mehr akzeptiert und ermutigt zu einer häufigeren Nutzung.   

    Ebenso wichtig ist, dass der von D-air®-Produkten gebotene Schutz größer ist als der eines herkömmlichen Protektors. Die Aufpralldämpfung ist deutlich höher.  

    Smart_Air

    Dainese Smart Air

    Smart Air kann über oder unter jedem Outfit getragen werden, ist leicht, schützend und ergonomisch. Ausgestattet mit dem revolutionären D-air® Road-Airbag mit dreifacher Aktivierung und integriertem, leicht austauschbarem Gasgenerator.

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    Auf welchen Arten von Straßen kann die Weste Dainese Smart Air getragen werden? Nur auf Asphalt? Und bei welchen Gelegenheiten? 

    Smart Air ist nicht nur für asphaltierte Straßen geeignet, sondern auch für ungepflasterte Straßen; das System erkennt automatisch den Nutzungskontext, ohne dass Sie irgendwelche Einstellungen ändern müssen. 

    Der Airbag Smart Air lässt sich vielseitig einsetzen und eignet sich für die meisten Verwendungsarten eines Motorrads oder Rollers: von Fahrten in der Stadt, auf der Autobahn oder in den Bergen bis hin zu – wie bereits erwähnt – einfachen Offroad-Touren. Ausgeschlossen sind lediglich der Einsatz auf der Rennstrecke und anspruchsvolle Fahrten im Gelände. 

      

    Sehen wir uns einige Unterschiede zwischen elektronischen und mechanischen Airbags an: 

    Dainese hat sich entschieden, seit der Erfindung des elektronisch aktivierten Airbags in dessen Entwicklung zu investieren. Der erste große Vorteil eines elektronischen Geräts ist die völlige Abwesenheit von physischen Verbindungen zwischen Fahrer und Fahrzeug. Dieser Aspekt erhöht die Sicherheit im Falle eines Unfalls: Man denke nur an Fälle, in denen das Kabel bei einem Unfall nicht reißt und Fahrer und Fahrzeug „aneinander gebunden“ bleiben, oder dass sich das Kabel versehentlich in Hindernissen oder Trümmern verfängt, die bei einem Aufprall entstehen.  

    In Bezug auf die Leistung besteht der große Unterschied in der schnellen Aktivierung des elektronischen Motorrad-Airbagsystems: Dank moderner elektronischer Plattformen in Verbindung mit hochentwickelten Entscheidungsunterstützungssystemen und leistungsfähigen Berechnungsalgorithmen kann das Gerät in viel kürzerer Zeit als ein Gerät mit Kabel reagieren. Darüber hinaus kann das elektronische System, wie im Fall der Weste Smart Air, den Einsatzkontext automatisch erkennen und die Entscheidungsstrategien bei Bedarf anpassen.  

    Benötigt man beim Tragen der Smart Air trotzdem auch einen Rückenprotektor?   

    Der Airbag Dainese Smart Air kann Rücken- und Brustprotektoren vollständig ersetzen und garantiert eine Aufpralldämpfung, die mit der von 7 starren Rückenprotektoren der Stufe 1 vergleichbar ist. Sollte der Motorradfahrer das System in Kombination mit einem Rückenprotektor verwenden wollen, um immer geschützt zu sein, auch wenn er nach einer Airbagaktivierung mit dem Motorrad nach Hause zurückkehren muss, gibt es keine Gegenanzeigen.   

      

    Was geschieht nach einer Aktivierung? Entweicht die Luft? Nach welcher Zeit?   

    Um die Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen, muss der Airbag mindestens fünf Sekunden lang einen gewissen schützenden Druck aufrechterhalten, um eine ausreichend lange Schutzzeit zu gewährleisten. Unmittelbar danach entweicht die Luft aus dem Luftsack allmählich von selbst. Die Dauer der Druckreduzierung hängt von einer Reihe von Faktoren ab, wie z. B. dem Volumen des Luftsacks selbst. Im Durchschnitt beginnt der Luftsack eines Dainese D-air®-Systems nach circa 30 (in D-air®-Anzüge integrierte Racing-Luftsäcke) bis 60 Sekunden (in Jacken und Westen integrierte Street-Luftsäcke) Druck zu verlieren. 

      

    Was muss man nach einer Auslösung tun, um das Produkt erneut benutzen zu können? 

    Bei den Luftsäcken der neuesten Generation, die in die Anzüge Mugello 3 D-air® und Misano 3 D-air® und in die neue Smart Air integriert sind, ist nach einer Aktivierung lediglich der leere Gasgenerator zu ersetzen, völlig selbstständig und ohne dass ein Eingriff in das elektronische Steuergerät erforderlich ist. Wir empfehlen, das Kleidungsstück gründlich zu überprüfen, um eine äußere Beschädigung des Airbags auszuschließen.  

    Bei der dritten Aktivierung wird das System gesperrt: Jetzt muss das Kleidungsstück in die Serviceabteilung geschickt werden, um den Airbag austauschen und das Steuergerät zurücksetzen zu lassen. 

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