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    Welche Schutzausrüstung Motorradfahrer per Gesetz tragen müssen und Tipps von Dainese für eine sichere Fahrt

    Von DemoneRosso | 15 Juni 2022 | 1 min

    Sicherheit wird von vielen als lästige Pflicht empfunden. Tatsächlich legt das italienische Gesetz uns Motorradfahrern bestimmte Regeln auf, die auf Sicherheit abzielen: Gemäß Art. 171 der Straßenverkehrsordnung sind „alle Fahrer von zweirädigen Kraftfahrzeugen dazu verpflichtet, einen zugelassenen und ordnungsgemäß zugeschnallten Helm zu tragen“. Aber das war‘s auch schon: Mit Ausnahme des Helms gibt es beim individuellen Schutz keine verpflichtende Motorradbekleidung . Aus unserer Sicht sind jedoch neben dem Helm noch viele weitere Schutzmaßnahmen nötig. Das liegt daran, dass unsere Sicht auf die Dinge eine andere ist. Warum?  

    Was, wenn Sicherheit statt „Pflicht“ „Freiheit“ bedeutet? Haben Sie das jemals so gesehen? Wir schon, und wir möchten Ihnen erklären, warum. Zunächst einmal kann man sich, wenn man Funktionskleidung trägt, voll und ganz auf das Fahren konzentrieren, ohne sich anderweitig Sorgen machen zu müssen. Dann verbessert sich der Komfort, insbesondere der thermische: Funktionskleidung schützt vor Kälte und Hitze. Für uns bedeuten weniger Gedanken und mehr Komfort mehr Freiheit: So können Sie ungestört Ihrer Leidenschaft nachgehen und jede Fahrt genießen.  

    Aber zurück zu unserem eigentlichen Thema. Wir möchten Ihnen einige nützliche Informationen zur Pflichtkleidung für Motorradfahrer für das Jahr 2022 geben. Nachfolgend finden Sie die Liste mit gesetzlich vorgeschriebener Kleidung und unseren Empfehlungen. 

     

    Der Helm: Homologation ist Pflicht 

    Als erstes möchten wir über den Helm sprechen – die wie bereits erwähnt einzige verpflichtende Schutzausrüstung. Heute stehen viele verschiedene Arten und Farbvarianten zur Auswahl, von technologisch über komfortabel bis stilbewusst. Gemäß StVO muss der Helm eine Zulassung besitzen: Das bedeutet, er muss durch eine externe und unabhängige Stelle nach einer Reihe von Tests zertifiziert worden sein ( Hier können Sie mehr über die neue Homologation erfahren). Es dürfen sowohl Jethelme (ohne Kinnschutz) als auch Integralhelme oder Modularhelme getragen werden. Derzeit sieht unsere StVO kein „Verfallsdatum“ vor, auch weil die Lebensdauer eines Helms stark von Gebrauch und Pflege bei der Wartung abhängt. Doch selbst wenn Sie Ihren Helm in einwandfreiem Zustand halten, verlieren die Materialien der Schale und der Innenausstattung im Laufe der Jahre ihre Fähigkeit, Stöße zu absorbieren. Allgemein empfehlen wir, den Helm mindestens alle fünf Jahre auszutauschen. Falls er nach einem Sturz Stöße abbekommen hat oder an Schale, Riemen, EPS oder an den Mechanismen deutliche Verschleißerscheinungen aufweist, muss er natürlich vor dieser Frist ausgetauscht werden. 

    Auch die Wahl der richtigen Größe ist wichtig: Wir raten Ihnen, den Helm im Geschäft anzuprobieren und sich nicht auf Ihren sechsten Sinn zu verlassen. Wählen Sie außerdem einen Helm, der sich für den geplanten Einsatz eignet: Wenn Sie hauptsächlich Touren fahren, empfehlen wir einen Modularhelm, der auch nach vielen Stunden im Sattel noch bequem ist und den Geräuschpegel dämpft. Der Integralhelm ist für alle geeignet, die nach Leistung, Kompaktheit und Leichtigkeit suchen; Jethelme wiederum sind eine praktische Lösung für den Stadtverkehr.

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    Leichter, komfortabler und extrem schützender Modularhelm mit integriertem DMC-Kommunikationssystem. Entwickelt für höchsten Komfort und Sicherheit auf langen Reisen.

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    Der Rückenprotektor 

    Schauen wir uns nun den Rückenprotektor an, eine Vorrichtung, mit der bei heftigen Aufprällen die Wirbelsäule vor Verletzungen geschützt werden kann. Auch wenn es das Gesetz nicht vorschreibt: Wählen Sie immer einen Rückenprotektor mit Zulassung. Es gibt Varianten mit Trägern oder zum Einsetzen: Letztere werden in eine spezielle Tasche in der Jacke gesteckt – ein äußerst praktisches System. Unsere Rückenprotektoren sind in beiden Ausführungen erhältlich. Um Zweifel auszuräumen: Rückenprotektoren werden immer unter der Jacke getragen! Jeder Protektor ist umso effektiver, je mehr Kontakt er mit dem zu schützenden Körperteil hat. „Filter“, wie zum Beispiel andere Kleidungsstücke, stören nur. 

    Eine Weste mit Airbag: die Smart Jacket 

    Einen weiteren Fortschritt in Sachen Schutztechnologie markiert die Smart Jacket. Es handelt sich um eine Weste mit elektronisch auslösendem D-air®-Airbag, der Rücken und Brust schützt. Sie benötigt keine Verbindung zum Motorrad und lässt sich leicht falten. Außerdem ist sie für den Einsatz im Sommer belüftet und atmungsaktiv und zudem wasserabweisend. Dank ihrer Leichtigkeit vereint sie Freiheit und überlegenen Schutz: Ihre Aufnahmefähigkeit von Stößen entspricht der von 7 Rückenprotektoren und 8 herkömmlichen starren Brustprotektoren. Die StVO verpflichtet nicht zum Tragen der Smart Jacket, doch angesichts der Sicherheit, die sie bietet, in Verbindung mit Vielseitigkeit und Komfort, ist sie zweifellos „sehr empfehlenswert“. 

    Motorradjacke  

    Der Helm schützt den Kopf, während der Rückenprotektor (oder die Airbag-Weste) für die Wirbelsäule da ist. Um den Rest des Oberkörpers und die Arme kümmert sich die Motorradjacke, mit zertifizierten Protektoren an Schultern und Ellbogen. Früher gab es nur Lederjacken, doch heute hat man dank fortschrittlicher Technologie die Qual der Wahl. Wenn Sie nur im Sommer Motorrad fahren, empfehlen wir eine Jacke aus belüftetem Stoff; wenn Sie das ganze Jahr über unterwegs sind und ein vielseitigeres Kleidungsstück wünschen, sollten Sie sich für eine 4-Jahreszeiten-Jacke oder alternativ für eine klassische Lederjacke – eventuell auch perforiert – entscheiden. 

    Smart Jacket
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    Den Schutz der modernen, bereits in der MotoGP™ eingesetzten Airbagtechnologie Dainese D-air® in einer vielseitigen Weste, die sich für jeden Motorradfahrer eignet.

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    Motorradhandschuhe 

    Die Bedeutung von Motorradhandschuhen wird gerade im Sommer von Motorradfahrern oft unterschätzt. Und das ist unserer Meinung nach eine schlechte Angewohnheit. Stellen Sie sich vor, ein Insekt prallt bei 90 km/h gegen Ihre bloßen Händen ... auch wenn sich das trivial anhört, kann man sich doch vorstellen, wie unangenehm das sein kann. Ganz zu schweigen von Unfällen, auch bei sehr niedriger Geschwindigkeit. Zusätzlich schützen Handschuhe im Sommer Ihre Hände vor Sonnenstrahlen. Für heiße Tage empfehlen wir kurze Handschuhe aus Stoff oder alternativ Handschuhe aus einem Mix aus Leder und Stoff. Bei Kälte hingegen sind wasserdichte Handschuhe die perfekte Wahl. 

    Motorradschuhe oder -stiefel 

    Ebenfalls wichtig sind Motorradschuhe (oder Motorradstiefel). Zum einen, weil das Motorrad bei einem Sturz auf den Fuß fallen könnte, zum anderen aus Komfortgründen. So reduzieren verstärkte Sohlen unangenehme Vibrationen, die von den Fußrasten übertragen werden. Tragen Sie bei heißem Wetter perforierte Stiefel und im Winter wasserdichte Stiefel. Für den Alltag empfehlen wir einen Schuh wie den York Air, ähnlich einem Sneaker, oder einen schützenden und eleganten Stiefel wie den S. Germain 2. 

    Weste mit hoher Sichtbarkeit 

    Last but not least sind Westen mit hoher Sichtbarkeit eine Investition wert. Sofern Sie nicht bereits Kleidung mit hoher Sichtbarkeit tragen, sollten Sie für Notfallsituationen stets eine Warnschutzweste bei sich haben.

     

    Wie bereits mehrfach erwähnt, sind die von uns aufgeführten Artikel gemäß Straßenverkehrsordnung (mit Ausnahme des Helms) nicht verpflichtend, doch das spielt keine Rolle. Sehen Sie Schutz nicht als „Pflicht“ an, sondern als Möglichkeit, Ihre Fahrt sicherer und vor allem komfortabler zu gestalten. So können Sie Ihr Motorrad in völliger Freiheit und ohne Sorgen genießen. 

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